Arbeitsweise

Die heilpädagogische Förderung orientiert sich am jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes. Sie knüpft mit ihren Spiel- und Situationsgestaltungen an bestehende Fähigkeiten und Möglichkeiten des Kindes an und entwickelt zusammen mit ihm und der Familie neue Handlungs- und Erfahrungsräume.

Im Rahmen der heilpädagogischen Diagnostik stehen für die heilpädagogische Fachkraft die gezielte Beobachtung des jeweiligen Entwicklungsstandes des Kindes (Motorik, Sprache, Kognition, emotionaler / sozialer Bereich), seiner Entwicklungskräfte und die Überprüfung mittels Entwicklungs- und Förderdiagnostik im Vordergrund. Als pädagogisches diagnostisches Inventar stehen nachfolgende standardisierte Testverfahren zur Verfügung:

  • Münchner funktionelle Entwicklungsdiagnostik für das erste, zweite und dritte Lebensjahr
  • ET 6-6
  • Wiener Entwicklungstest (WET)
  • SON (nonverbaler Intelligenztest)
  • KTK (Körperkoordinationstest für Kinder)
  • LOS KF 18 / 5 – 13 Jahren
  • Frostigs Test der visuellen Wahrnehmung (FEW 2)
  • BISC (Bielefelder Screening zu Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwierigkeiten)
  • Handdominaz Test
  • etc.

Ablauf

Die Förderung kann ambulant in den Räumen der Heilpädagogischen Praxis „Mobile“ oder als mobile Maßnahme in der elterlichen Wohnung, Kindergarten, Schule etc. durchgeführt werden.

Inhalte und Methoden Heilpädagogischer Intervention

Jedes Kind hat einen individuell an seinen Stärken, Bedürfnissen und Wünsche orientierten Förderplan. Entsprechend der individuellen Zielsetzung werden personenzentrierte Methoden ausgewählt.

Methodische Ansätze sind:

  • Sensomotorische Wahrnehmungsförderung/ Sensorische Integration
  • Auditive, visuelle, taktile, kinästhetische Wahrnehmungsförderung
  • Psychomotorische Förderung
  • Förderung der Fein- und Grobmotorik
  • Heilpädagogische Spielförderung
  • Heilpädagogische Übungsbehandlung
  • Sprachanbahnung und Sprachförderung
  • Personenzentrierte Beratung
  • Basale Stimulation
  • Kognitive, konstruktive und kreative Förderung durch
  • Heilpädagogisches Werken
  • Etc.



In jedem Fall ist es uns dabei wichtig den Eltern einen Einblick in die heilpädagogische Förderung zu gewähren um so einen Transfer von entwicklungsfördernden Elementen zu ermöglichen. Grundsätzlich ist es den Eltern möglich, während der heilpädagogischen Förderung anwesend zu sein.
Zusätzlich findet vor und nach jeder Förderstunde ein Austausch mit den Eltern statt, in welchem die aktuelle Entwicklung oder sonstige Neuigkeiten angesprochen werden.
In den regelmäßigen ausführlichen Elterngesprächen wird der Förderverlauf dargestellt und die weitere pädagogische Zielsetzung abgestimmt und wenn nötig innerfamiliäre Themen angesprochen.

Grundsätzlich sind die Transparenz unserer heilpädagogischen Arbeit und die Kooperation mit dem sozialen sowie medizinisch-
therapeutischen Umfeld des Kindes ein unerlässlicher Bestandteil einer erfolgsorientierten heilpädagogischen Förderung

 

Ziele

Die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes zu weitestgehender Selbständigkeit und Autonomie ist das Ziel der Förderung. Die heilpädagogische Förderung sieht das Kind immer im Zusammenhang mit seiner Familie und seiner Lebenswelt.
Wir beraten und unterstützen die Eltern individuell und geben ihnen Entscheidungshilfen bei der Erziehung und der ganzheitlichen Entwicklungsförderung ihres Kindes.

 

Kostenübernahme

Der Rechtsanspruch auf eine heilpädagogische Förderung wird durch das SGB IX (Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen), das SGB VIII (Kinder – und Jugendhilfegesetz) sowie das SGB XII bestimmt. Die heilpädagogische Förderung wird nach Antragstellung und Begutachtung durch die jeweilige Kommune bei entsprechendem Bedarf bewilligt und bezahlt. Die heilpädagogische Förderung ist eine gesetzliche Sozialleistung des Staates und somit kostenfrei für die Eltern.


Selbstverständnis


„Der Mensch ist als Beziehungswesen zu verstehen, als Teil von Beziehungs-systemen, mit denen er im Austausch steht und deren Entwicklungsprozesse sich gegenseitig bedingen.“ (Hegemann, Simmen, 1990)

Ganzheitliche Betrachtungsweise der Persönlichkeit

Systemische Sichtweise der Entwicklungsbedingungen und -auffälligkeiten

Personenzentrierter Ansatz

Entwickeln daraus ihre Handlungskompetenzen und ihr Methodenverständnis, arbeiten situativ, handlungs- und beziehungsorientiert